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„Medienkompetenz:  Über Raubkopierer, Datenräuber und Co …“

An dieser Stelle wollen wir regelmäßig über ehrenamtliches Engagement unserer Mitglieder informieren. Den Anfang macht Dr. Carmen Palzer, Kanzlei Dr. Palzer/Berger in Saarbücken, die gemeinsam mit ihrer Kollegin Rechtsanwältin Berger regelmäßig Vorträge in Schulen hält.

Das Projekt „Medienkompetenz - Über Raubkopierer, Datenräuber und Co.“ entstand aus einer Initiative der Bertelsmann Stiftung „Unternehmen für die Region“, die Liz Mohn 2007 ins Leben gerufen hatte. 2008/2009 wurde das Saarland von der Bertelsmann Stiftung als eine der Pilotregionen ausgewählt, in denen das bürgerschaftliche Engagement von Unternehmen einer breiten Öffentlichkeit bekannt gemacht und auch gefördert werden sollte. Im Rahmen einer Auftaktveranstaltung rief Liz Mohn als Vorstandsvorsitzende der Bertelsmann Stiftung unter anderem dazu auf, engere Verknüpfungen zwischen Wirtschaft und Schulen zu schaffen. Unternehmen wurden dazu aufgefordert, ihre Verantwortung für die Gesellschaft wahrzunehmen und CSR (Corporate Social Responsability) Projekte ins Leben zu rufen.
Zur Unterstützung wurde das Netzwerk Verantwortungspartner Saarland (www.verantwortungspartner-saarland.de) geschaffen, das die Vermittlung zwischen Partnern aus der Wirtschaft und den interessierten Schulen übernimmt.
Es folgten Überlegungen in der Kanzlei, was wir wie beitragen könnten und vor allem, was die Schüler interessieren könnten. Da Rechtsanwältin Berger als Fachanwältin für IT-Recht sowie Urheber-und Medienrecht tätig ist, und ich selbst lange Jahre im Bereich der Medienkompetenz tätig war, kamen wir relativ schnell auf einen Themenkomplex, der Schüler – unserer Meinung nach - interessieren sollte: rechtliche Informationen über die Nutzung des Internets, die Nutzung von Smartphones usw.
Wir haben daraufhin einen Vortrag konzipiert, der zunächst die rechtlichen Grundlagen vermittelt, die zum Verständnis der Rechtsprobleme bei der Nutzung der „Neuen Medien“ erforderlich sind. Dies beginnt mit den relevanten Grundrechten wie z.B. dem Allgemeinen Persönlichkeitsrecht, den Medienfreiheiten, dem Recht auf freie Meinungsäußererung, usw. Auch Straftatbestände wie z.B. Beleidigung, Verleumdung sowie die Grundprinzipien des Urheberrechts werden – mit Beispielen - dargestellt.

Im zweiten Teil des Vortrags werden dann diese Regelungen anhand von praktischen Fällen, auch unter Verwendung von – selbstverständlich geschwärzten – Original-Abmahnungen angewandt und erklärt, welche Nutzung von Fotos, die man im Internet „gefunden hat“ rechtmäßig ist, wann man Fotos von Personen anfertigen und veröffentlichen darf, wie man legal Musik downloaden, streamen und verwenden kann usw. Auch die Gefahren des Internet werden thematisiert sowie Datenschutzregeln bei Facebook, Snapshot usw. erklärt.
Wir bieten den Vortrag seit 2010 an und gehen 2 – 3 mal pro Jahr „in die Schule“. Den Kontakt zwischen unserer Kanzlei und den Schulen betreut das Netzwerk „Verantwortungspartner Saarland“. Das Interesse der Schulen und damit die Nachfrage für diesen Vortrag ist weit größer, als dies im Rahmen eines ehrenamtlichen Engagements zu bewältigen ist. Natürlich hat sich der Vortrag im Laufe der Zeit mit der jeweiligen Anwendung der Neuen Medien geändert, wie sich auch der Kreis der Schüler verändert: mittlerweile bieten wir das Projekt auch für Schüler der Unterstufe an.
Die Erfahrungen, die wir mit diesem Engagement gemacht, sind durchweg positiv. Die Schüler sind sehr interessiert an den angebotenen Themen, und der Umstand, dass wir weder Erziehungsberechtigte noch Pädagogen sind und nicht mit erhobenem Zeigefinger“ Verbote aussprechen, sondern „nur“ Informationen liefern, ist sehr nützlich. Es werden seitens der Schüler viele Fragen gestellt, die wir auch jederzeit gerne während des Vortrags beantworten.
Was bringt uns das, akquirieren wir so neue Mandanten? Nein. Und das ist auch nicht das Ziel. Unser Ziel ist es, Kindern und Jugendlichen einen Einblick in das Recht zu gewähren, ihnen Informationen an die Hand zu geben, um ihnen Entscheidungen zu erleichtern – und vielleicht auch das Interesse an einem juristischen „Job“ zu wecken. Letztlich geht es darum, Wissen, über das wir verfügen, einem Teil der Gesellschaft, der besonders daran interessiert ist, weiterzugeben und so zumindest eine Ahnung davon, worauf es rechtlich bei den Neuen Medien ankommt, zu vermitteln.

Es ist ein Teil unseres gesellschaftlichen Engagements – unser Beitrag zur Corporate Social Responsability.

 

Dr. Carmen Palzer | Rechtsanwältin

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